Qualitätssicherung der IMRT

Auch wenn eine IMRT-Bestrahlung viele klinische Vorteile bietet, ist der hohe Zeitaufwand zu berücksichtigen, welcher auch zu einer Verlängerung der Patientenliegezeit gegenüber der konformalen Therapie führt. In Rücksprache mit den Strahlentherapeuten legt der Medizinphysiker die jeweils zur Anwendung kommende Technik fest, um ein Optimum zwischen Liegezeit und Dosisanpassung zu erreichen.

Das gesamte Verfahren ist sehr komplex, so dass vor jeder Bestrahlung sichergestellt werden muss, dass die im Planungsprozess berechnete Dosis auch tatsächlich vom Linearbeschleuniger real appliziert wird. Unsere Abteilung folgt den Empfehlungen der DIN 6875-3 sowie dem Bericht 19 der Deutschen Gesellschaft für medizinische Physik und führt speziell ausgewählte regelmäßige Prüfungen am Bestrahlungsgerät durch.

Außerdem wird jeder IMRT-Bestrahlungsplan vor der ersten Anwendung am Patienten mit Hilfe eines geeigneten Meßsystems überprüft. Hierbei können Abweichungen erkannt und entsprechend beseitigt werden. Dieser Prozess bietet eine hohe Sicherheit für den Patienten und ist Teil unseres klinikinternen Qualitätssicherungs-Systems.

Darstellung der messtechnischen Qualitätssicherung der IMRT mittels EPID Portal-Dosimetrie:
Darstellung der messtechnischen Qualitätssicherung der IMRT mittels EPID Portal-Dosimetrie:

Links oben im Bild sichtbar ist die geplante Dosisverteilung eines Bestrahlungsfeldes, rechts die tatsächlich applizierte und mittels EPID gemessene Dosis. Das mittlere Bild zeigt den Vergleich (Gamma-Evaluation 3%, 2mm).
Die Übereinstimmung zwischen Messung und Berechnung ist hervorragend und der Bestrahlungsplan kann für die Anwendung am Patienten freigegeben werden.
(Software Portal Dosimetry Version 10.0, Varian Medical Systems)

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