Verbesserung der Bildqualität im CT

02.05.2017 09:00

Reduktion von Metallartefakten bei der CT-Bildgebung

Dichte Materialien, wie z.B. Implantate aus Metall können die Strahlausbreitung zwischen Röntgenquelle und -detektor stören, so dass bei der anschließenden Rekonstruktion der CT-Schnitte entweder helle Streifen oder dunkle Schatten im Bild entstehen können. In den betroffenen Arealen fehlen dem Arzt wichtige Bildinformationen, um Tumor- oder Normalgewebe gut voneinander abgrenzen zu können. Dies ist allerdings die Voraussetzung, um eine effektive und gleichzeitig sichere Behandlung von Tumoren gewährleisten zu können.

Das an unserem CT (Toshiba Aquilion LB) eingesetzte Verfahren „Semar“(Single Energy Metal Artefact Reduction) separiert aus der Strahlprojektion das vom Metall verursachte Signal, welches anschließend aus dieser Projektion mathematisch heraus gerechnet werden kann. Die fehlenden Bildinformationen werden anschließend in einem iterativen Verfahren interpoliert. Damit können wir die Bildqualität verbessern, ohne die Strahlenbelastung zu erhöhen.

Besonders Patienten mit künstlichen Hüftgelenken oder Zahnimplantaten profitieren bei der Tumorbehandlung in Zukunft von dieser besseren diagnostischen Bildqualität. Dies betrifft z.B. Patienten, welche bei Prostatakrebs im Becken oder bei HNO-Tumoren im Kopf-Hals Bereich bestrahlt werden.

Metall-Artefakt Reduktion (unteres Bild) im Vergleich zu unbearbeitetem CT Bild bei künstlichem Hüftgelenk

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